Aggregated ratings.

Full true picture.

Meta-Rating Lebensversicherer 2026

Die Favoriten der Rating-Anbieter

Wie schon in den Vorjahren hat Metzler Ratings auch 2026 sein „Rating der Ratings“ für deutsche Lebensversicherer erstellt. Dafür wurden die frei zugänglichen Ratings von sechs Rating-Anbietern zu Produktqualität, Servicequalität sowie Sicherheit und Ertrag von 40 Lebensversicherern ausgewertet und zu einer Gesamtnote verdichtet. Insgesamt schneidet die WWK mit einer Gesamtnote von 1,33 zum vierten Mal in Folge am besten ab. Auf Platz zwei folgt die LV 1871 mit 1,45 vor der BL die Bayerische (1,72). Bei der Produktqualität liegt unter den 19 vollständig bewerteten Gesellschaften die LV 1871 mit 1,36 vorn. Beim Service erreichen vier Anbieter die Note 1,00 – WWK, Allianz, LVM und InterRisk –, im Kunden- und im Maklerservice zugleich nur die WWK. In Sicherheit und Ertrag erreichen fünf Gesellschaften die Höchstnote 1,00: WWK, LV 1871, ERGO Vorsorge, InterRisk und uniVersa – mit zwei übereinstimmenden Quellen allein die WWK.

Mit Vergleichen ist das so eine Sache, auch bei Lebensversicherern: Keiner ist wie der andere, und selbst Ratings gleicher Art fallen je nach Rating-Anbieter unterschiedlich aus, weil jeder nach eigenen Regeln bewertet und andere Schwerpunkte setzt. Wie sollen Verbraucherinnen und Verbraucher mit Hilfe dieser vielen Ratings den für sie besten Lebensversicherer finden? Seit 2023 gibt es darauf eine Antwort: das LV Meta-Rating, genannt Rating der Ratings. Seit 2024 veröffentlicht Metzler Ratings nach demselben Prinzip auch PKV Metaratings für die privaten Krankenversicherer.

„Im Prinzip ist das die Zusammenfassung mehrerer Ratings, der Fachbegriff lautet aggregiertes Rating“, erläutert Dr. Marco Metzler, Gründer und Geschäftsführer von Metzler Ratings. „Überall dort, wo Qualität schwer zu beurteilen ist, verlässt man sich auf den Konsens: Banken auf den Schufa-Score aus den Daten vieler Vertragspartner, Anleger auf die Konsensempfehlung der Aktienanalysten statt auf ein einzelnes Kursziel, Reisende auf die Durchschnittsnote aus Tausenden Hotelbewertungen. Niemand bucht ein Hotel nach einer einzigen Bewertung – warum sollte man eine Lebensversicherung nach einem einzigen Siegel auswählen?“

Das Rating der Ratings fällt kein eigenes Urteil über Tarife, Bilanzen oder Service. Es nimmt die Urteile, die die Rating-Anbieter bereits veröffentlicht haben, rechnet jede Ratingstufe nach einem offengelegten Schlüssel in eine Note auf einer gemeinsamen Skala um – 1,0 ist die beste – und bildet je Säule den Durchschnitt. Das Mittel der drei gleich gewichteten Säulennoten ergibt die Gesamtnote. Grundlage der Produktsäule sind 325 Tarifratings über alle drei Schichten der Altersvorsorge.

Was 2026 neu ist

– Durchschnittsnoten statt Bestnoten: In allen drei Säulen wird mit dem Durchschnitt der vorliegenden Noten gerechnet. Die Gesamtnote bildet damit den Konsens der Ratings ab, nicht das günstigste Einzelurteil.

– Service nach Kunden- und Maklerservice getrennt: Erstmals gibt es eine eigene Teilnote Maklerservice aus Vermittlersicht.

– Nur frei zugängliche Ergebnisse: Verwendet werden ausschließlich Ratings, die frei zugänglich veröffentlicht sind.

– Klare Abgrenzung: Eine Gesamtnote erhält nur, wer in allen drei Säulen bewertet ist. 19 Gesellschaften sind vollständig bewertet, 21 eingeschränkt bewertbar. Weitere Methodikänderungen und die Antwort auf die Kritik der Rating-Anbieter enthält die Pressemitteilung.

Das Gesamtergebnis

(Download: Detaillierte Ergebnisse und Scorecards)

Zwei Gesellschaften erreichen die Bestnote „Sehr gut“. Die WWK führt mit 1,33: Sie verbindet die Höchstnote 1,00 in Sicherheit und Ertrag – als einzige getragen von zwei übereinstimmenden Quellen – mit der Höchstnote 1,00 im Kunden- und im Maklerservice; in der Produktqualität erreicht sie 2,00. Das sichert der WWK zum vierten Mal in Folge den ersten Platz im Rating der Ratings. Die LV 1871 folgt mit 1,45; sie verbindet die beste Produktnote der 19 vollständig bewerteten Gesellschaften (1,36) mit der Höchstnote in Sicherheit und Ertrag. Mit der Note „Gut“ komplettieren die BL die Bayerische (1,72), die Hannoversche (2,00) und die Allianz (2,02) die Top Five. Von den 19 vollständig bewerteten Gesellschaften erhalten zwei „Sehr gut“, neun „Gut“, sieben „Befriedigend“ und eine „Ausreichend“; ihr Durchschnitt liegt bei 2,42.

Das Fazit

„Das Meta-Rating hat sich methodisch weiterentwickelt“, sagt Dr. Marco Metzler, Geschäftsführer der Metzler Ratings GmbH. „Durchschnittsnoten bilden ab, wie der Markt eine Gesellschaft insgesamt sieht – nicht, was ihr bestes Einzelurteil ist. Und wer eine Gesamtnote vergibt, muss sagen, worauf sie beruht.“ Für Kunden heißt das: eine Note statt eines Dutzends Siegel. „Wer eine Lebensversicherung abschließt, bindet sich über Jahrzehnte. Da sollte man vorher wissen, wie die veröffentlichten Urteile der verschiedenen Rating-Anbieter über eine Gesellschaft insgesamt ausfallen“, so Metzler. „Das Meta-Rating ersetzt keine Originalratings und keinen Tarifvergleich im Einzelfall. Es ist der Rahmen, in dem beides stattfindet.“ Hinweis: Die zitierten Rating-Anbieter haben ihre Ergebnisse für diese Auswertung weder bereitgestellt noch geprüft oder freigegeben; sie haben das Rating der Ratings weder beauftragt noch gebilligt. Quellen, Abdeckung und Umrechnungsschlüssel nennt das Heft „Ergebnis-Scorecards Lebensversicherer 2026“.