Metzler Ratings
PKV Meta-Rating 2026
Metzler Ratings: Die Favoriten der Ratingagenturen – das Meta-Rating der Privaten Krankenversicherer 2025
Zum zweiten Mal hat das auf Versicherer spezialisierte Analysehaus Metzler Ratings GmbH ein „Rating der Ratings“ für Private Krankenversicherer erstellt. Basis der Untersuchung waren öffentlich verfügbare Ratings zu 25 Privaten Krankenversicherern aus den drei Bereichen Finanzstärke, Produktqualität sowie Service & Fairness. Diese wurden zu einem Gesamtrating verdichtet. Insgesamt schnitt die Allianz in diesem Meta-Rating mit einer Gesamtnote von 1,43 als einziger Anbieter mit „Sehr Gut“ ab. Den zweiten Platz errang die Inter mit der Gesamtnote 1,57 vor der Barmenia (1,67).
Am Finanzmarkt sind sie seit Jahrzehnten gang und gäbe: sogenannte Konsensschätzungen. Diese dienen dazu, besser abschätzen zu können, wie sich die Geschäfte und damit letztlich die Aktienkurse großer börsennotierter Unternehmen in den kommenden Monaten entwickeln werden. In diese Schätzungen, die von Bloomberg – einer auf Nachrichten aus der Finanz- und Börsenwelt spezialisierten Agentur – veröffentlicht werden, fließen die Prognosen all der Finanzanalysten ein, die das betreffende Unternehmen für renommierte Investmentbanken beobachten. In eine Konsensschätzung fließen daher oft Dutzende von Einzelprognosen ein. So werden extreme Einschätzungen einzelner Analysten „geglättet“. Dieses aus der Börsenwelt bewährte Prinzip hat Dr. Marco Metzler, Gründer und Chef von Metzler Ratings, vor einigen Jahren auf Versicherer übertragen. „Hier war diese Idee eines Meta-Ratings noch völlig unbekannt“, erläutert er. Inzwischen hat die Metzler Ratings GmbH dieses Konzept der Konsenswertungen jedoch bei Lebensversicherern und Privaten Krankenversicherern erfolgreich implementiert. „Und das Prinzip des Meta-Ratings funktioniert auch hier“, freut sich Metzler. In einer aktuellen Untersuchung wurde nun ermittelt, welche privaten Krankenversicherer bei renommierten Ratingagenturen im vergangenen Jahr am besten abgeschnitten haben. Dabei ist das Meta-Rating durchaus auch für Endkunden gedacht: „Wir finden, unser Meta-Rating ist besonders für private Versicherungsnehmer interessant und erspart ihnen viel Arbeit“, so Metzler. Denn wer eine private Krankenversicherung abschließe, binde sich meist über Jahrzehnte an einen Anbieter. Daher sollte man vor Abschluss so gut wie möglich ermitteln, welche Krankenversicherer von den verschiedenen Versicherungsexperten als die Besten am Markt eingeschätzt werden. „Unser ‚Rating der Ratings‘ erleichtert diese Einschätzung ungemein“, findet Metzler. „Potentielle Kunden müssen nicht mehr mühsam Dutzende von Ratings vergleichen. Sie müssen nur noch einen Blick auf unser Meta-Rating werfen und haben damit eine komplette Markteinschätzung“
Methode
Und wie funktioniert Metzlers Meta-Rating? „Im Prinzip ist unsere Bewertung ein aggregiertes Rating – so der Fachbegriff – also die Zusammenfassung mehrerer Ratings“, sagt Experte Metzler. Dabei werden mehrere Noten, Punkte oder Ratings, die für ein Produkt oder eine Dienstleistung vergeben wurden, zu einem einzigen Wert zusammengefasst. Dies kann durch verschiedene Methoden geschehen. Eine gängige Methode ist die Ermittlung des arithmetischen Mittelwerts aus allen Ratings. Dafür werden alle Benotungen zuerst addiert und dann das Ergebnis der Addition durch die Anzahl der Benotungen dividiert. Zudem können einzelne Ratings auch stärker oder schwächer gewichtet werden. „Die Aggregation von Ratings ist ein nützliches Instrument, um mehrere Bewertungen eines Produkts oder einer Dienstleistung zusammenzufassen und zu vergleichen“, erläutert Versicherungsanalyst Metzler. Metzler Ratings GmbH · Wichertstraße 13 · D-10439 Berlin Seite 1Grundgesamtheit Metzler Ratings hat für sein „Rating der Ratings“ alle in Deutschland aktiven Krankenversicherer ermittelt, deren Vollkosten-Tarife (Angestellte und Selbstständige sowie Beamte) und Zusatz-Tarife (Zahnbehandlungen, Krankenhausbehandlungen und Pflegetagegeld) von den drei in Deutschland führenden Produktrating-Agenturen bewertet wurden und zudem mindestens ein Finanzstärke- und ein Service-Rating aufwiesen. Diese Vorgaben erfüllten im Geschäftsjahr 2025 wie schon im Jahr zuvor exakt 25 Krankenversicherer. Alle von Metzler für das aggregierte Rating verwendeten Ratings der einzelnen Ratingagenturen sind auf den Webseiten der jeweiligen Ratinganbieter öffentlich zugänglich. Auf eine Gewichtung der einzelnen Ratings oder der Ratinganbieter wurde bei der Erstellung des Metzler Meta-Ratings (MMR) bewusst verzichtet.
Teilergebnis Finanzstärke
In Sachen Finanzstärke hat Metzler Ratings auf Bewertungen der Analysehäuser S&P, Fitch, Assekurata sowie auf Wertungen des eigenen Hauses zurückgegriffen und dergestalt aggregiert, dass ein Durchschnittswert der Finanzstärke und des Qualitätsratings der vier Ratinganbieter ermittelt wurde. In die Bewertung der Finanzstärke flossen dabei unter anderem Finanzkennzahlen der aktuellsten Jahresabschlüsse zu Eigenkapital, freier Rückstellung für Beitragsrückerstattungen (freie RfB), Stillen Lasten und/oder Reserven sowie zur Nettorendite der Kapitalanlagen ein. Dabei schnitt die Inter mit einem aggregierten Finanzstärke-Rating von 1,50 am besten ab, gefolgt von Allianz (1,63) und Ergo (2,00). Der Durchschnitt über alle 25 betrachteten Gesellschaften lag bei knapp 2,99.
Teilergebnis Produktqualität
Bei den Produktratings wurde auf Ratings der drei renommiertesten Ratingagenturen für Krankenversicherungsprodukte – Franke & Bornberg (F&B), Morgen & Morgen sowie Ascore – zurückgegriffen, da diese eine breite Abdeckung an Ratings über alle Bereiche der Krankenversicherung (Vollkosten- und Zusatz-Policen) sicherstellen. Dafür wurden in einem ersten Schritt für jeden Versicherer die besten Produktratings von jeder der drei Agenturen in jedem Bereich zu Teilergebnissen zusammengefasst. Diese Teilergebnisse – in die auch einfloss, ob im jeweiligen Bereich überhaupt Ratings vorlagen – wurden dann zu einem Produktrating über alle Bereiche gebündelt. Bei den gebündelten Produktratings schnitt die Barmenia mit einer Bewertung von 1,00 am besten ab, gefolgt von der Allianz mit Note 1,16 und der ARAG (1,19). Das arithmetische Mittel der Produktratings über alle beobachteten Gesellschaften betrug 1,69.
Teilergebnis Servicequalität
In Sachen Service & Fairness wurde auf Bewertungen von Service Value zu Servicequalität und Fairness der Krankenversicherer zurückgegriffen. In den aggregierten Ratings schnitten Barmenia, Debeka, DKV und ERGO jeweils mit Note 1,00 am besten ab. Die Versicherer Allianz, ARAG, HUK, Inter, LVM, R&V sowie Süddeutsche folgten dahinter jeweils mit Note 1,50. Die Durchschnittsnote der Serviceratings über alle beobachteten Gesellschaften lag bei 2,32.
Gesamtergebnis
In einem weiteren Schritt hat Metzler Ratings dann die Teilratings in Sachen Finanzstärke, Produktqualität sowie Service & Fairness zu einem Gesamtrating zusammengefasst, um den Krankenversicherer mit den besten Ratings insgesamt zu ermitteln. Dabei wurden alle drei Bereiche gleich gewichtet. Insgesamt überzeugt im Metzler Meta-Rating (MMR) die Allianz am meisten. Sie schnitt mit einer Gesamtnote von 1,43 im diesjährigen Meta-Rating PKV als einziger PKV-Versicherer „Sehr Gut“ ab. Mit „Gut“ wurden 13 Anbieter bewertet. Dabei schrammte die Inter auf Platz zwei mit einer Bewertung von 1,57 ganz knapp an einem „Sehr Gut“ vorbei. Und die Barmenia kam mit 1,67 knapp vor der DKV auf den dritten Platz.
Fazit
„Dank unseres Meta-Ratings für Private Krankenversicherer ist es so einfach wie nie, sich im Dschungel der Krankenversicherungs-Ratings zurechtzufinden“, erläutert Dr. Marco Metzler, Geschäftsführer der Metzler Ratings GmbH. Versicherungsvermittler, Kunden und Interessenten erkennen auf einen Blick die Qualität der Produkte und des Services sowie die Finanzstärke der einzelnen Gesellschaften. „Sie können ihre Entscheidungen nun ganz einfach auf der Basis der Ratings mehrerer renommierter Ratingagenturen treffen“, erklärt Metzler. „Wer hier einen der top platzierten Versicherer des MMR – Metzler Meta-Ratings wählt, sollte nichts falsch machen und auch noch in ein paar Jahrzehnten mit seiner Wahl zufrieden sein.“

